Fokus Beziehung


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Die Interessengruppenkoordinatorin stellt sich vor

Ich bin Bea Linder. Das Koordinieren dieser Interessengruppe interessiert mich, weil ich mich gerne mit anderen Menschen vernetzen und austauschen möchte, um gemeinsam herauszufinden, was es zu einer gelingenden Beziehungskultur braucht. Weshalb behandeln wir uns selbst und andere als Objekt, und wie gelingt es uns, uns stattdessen auf Augenhöhe zu begegnen?  Welche Beziehungskompetenzen braucht es, damit eine Subjekt - Subjekt-Beziehung nachhaltig gelebt werden kann? Wie wird die Beziehungskultur an Schulen gepflegt? Auf diesem Weg wird das Kind unter der Führung des Erwachsenen zum Mitgestalter seiner eigenen Welt, was unserer Anliegen ist.

 

Ich freue mich darauf, mit euch diesen Fragen nachzugehen und gemeinsam ins Handeln zu kommen.

Neue MItglieder stellen sich und ihre Ideen vor

Kommentare: 2
  • #2

    Markus Minder (Mittwoch, 24 August 2016 23:27)

    Hallo, mein Name ist Markus Minder.
    Ich bin Gärtner, Sozialpädagoge und existentieller Analytiker (eine Kombination von Psychoanalyse und Philosophie/speziell Phänomenologie). Wohne mit meiner Partnerin in der Ostschweiz (Oberes Toggenburg) in einem selbst geplanten Haus mit Umschwung. zusammen haben wir 5 Kinder und 4 Plegekinder, die mittlerweile alle erwachsen und bis auf eines ausgeflogen sind.
    Beruflich arbeitete ich die letzten 35 Jahre mit Kindern und Jugendlichen, die im öffentlichen Schulsystem nicht bildungsfähig oder sozial nicht tragbar waren, offiziell in irgendeiner Form lernbehindert oder sozial und psychisch auffällig, bzw. instabil. Das hätte vermutlich auch auf mich als Schüler zu meiner Schulzeit zugetroffen, hätte ich mich damals nicht mit meinen Lehrkräften einigen können, meine eigenen Lern-Methoden testen zu dürfen um mich auf meine Lieblingsfächer zu konzentrieren. Dass diese "Abmachung" meine LehrerInnen zeitweise zur Weissglut trieb, brachte ich damals nicht mit meiner unbedeutenden Person in Zusammenhang. Meine Eltern konnten mich schulisch nicht begleiten, da beide Teile selber die niedrigsten Schulabschlüsse hatten und im Schulunterricht im besten Fall einen praktischen Kinderhort sahen. Ich wuchs also als Arbeiterkind in einem Arbeiterquartier auf, wo Bildung ais teure Zeitverschwendung definiert wurde. Hausaufgaben hatte ich prinzipiell nie gemacht. Mit 10 Jahren baute ich mein erstes Treibhaus, vertrieb viel Zeit mit andern Kindern auf den Strassen, im Wald und an der Aare, wo ich bis spät in die Nacht fischte und mich mit erfahrenen Fischern unterhielt. Mit 12 fand ich meine erste Arbeit und lernte tolle, alte Männer kennen, die mir einiges fürs Leben beibrachten. Mit 15 Jahren verliess ich die Schule und mit 18 hatte ich mein erstes Berufsdiplom in der Tasche. Erst 10 Jahre später drückte ich wieder die Schulbank, diesmal mit grossem Interesse. Ich fuhr nach England, um die damalige alternative Schule "Summerhill" von A. Neil kennen zu lernen, fuhr nach Österreich zum ersten offenen Jugendheim, das gegen den Widerstand der Behörden eine neue, integrierte Form des sozialen Lernens für "unerziehbare" "sozial geschädigte" Jugendliche praktizierte und arbeitete dort einige Jahre mit. Später lernte ich die Ecole d'Humanité kennen, die Steiner Schulen und Jürg Jägge mit seinem Lernprojekt "Märtplatz". In verschiedenen beruflichen Funktionen konnte ich mithelfen, bei jungen Menschen Neugierde und Risikobereitschaft zu wecken. Seit ca. 5 Jahren befasse ich mich intensiv mit der Hirnforschung und dem Phänomen "subjektive Beziehung". Persönlich bin ich davon überzeugt, dass wohlwollende, tiefe Wertschätzung und möglicherweise sogar echte Bewunderung, die Motivation zum Lernen ausmachen. Gesundes Lernen geschieht meines Erachtens ausschliesslich über subjektive Beziehung. Um mich vermehrt mit diesem Thema auseinander zu setzen und mit andern Erfahrungen auszutauschen, bin ich der IG Beziehung beigetreten.
    LG Markus

  • #1

    Martina Reiter (Dienstag, 19 Juli 2016)

    Hallo, mein Name ist Martina Reiter. Ich lebe gemeinsam mit meinem Partner und unseren drei Söhnen in Spital/Pyhrn/ Oberösterreich/Österreich.

    Die IG Fokus Beziehung ist für mich eine sehr spannende IG. Nichts in unserem Leben ist so wertvoll wie eine funktionierende Beziehung.
    Ich selbst bin in einem wenig funktionierendem Umfeld groß geworden und musste als Mutter bald erkennen, dass ich in vielen Situationen selbst unfähig war mich selbst auf Augenhöhe wahrzunehmen und demnach auch große Schwierigkeiten hatte diese Basis mit meinem Kind und meinem Partner zu leben. Es war dieser klassische "emotionale Tiefschlag" als ich handlungsunfähig vor Wut meinem Kind gegenüberstand und mir klar wurde, dass ich wohl ein "Beziehungsproblem" habe.
    Ich machte mich also auf die sogenannte Reise und fand für mich "Werkzeuge" um mich selbst wahrzunehmen und kennenzulernen und heute bin ich oft erstaunt, wie sehr dies meine Person verändert hat und unser Leben als Familie revolutionierte und harmonisierte.

    Für mich führt Beziehung zu anderen Personen, nur über die Beziehung zur eigenen Person. Über das selbst wahrnehmen und erkennen der eigenen Stärken und Schwächen...der eigenen Bedürfnisse und Wünsche. Manchmal auch über das Abgrenzen der eigenen Person von Situationen resp. Menschen.

    Frei nach dem Spruch: Nur wer sich selbst liebt, kann andere lieben.

    LG Martina