IG Dritter Berufsbildungsweg

Schulabgänger haben zwei Möglichkeiten einen Beruf zu lernen: Sie schlagen den Weg über Gymnasium und Hochschule ein oder sie besuchen eine Berufslehre. Beide Ausbildungen sind dadurch gekennzeichnet, dass mehr oder weniger vorgegebene Lerninhalte und Abläufe zu einem Qualifikationsverfahren führen, das in einem Ausweispapier gipfelt, mit dem Zugang zu bestimmten Arbeitsplätzen als Angestellte möglich sind. Lern- und Arbeitsleistungen auf diesem Weg sind messbar, vergleich- und belegbar.

 

Zwei Aspekte fehlen bei beiden Wegen:

  1. Nichtmessbare Kompetenzen spielen zwar eine Rolle für die spätere berufliche Tätigkeit, aber in der Ausbildung kaum - gerade weil sie nicht messbar sind. Ein Qualifikationspapier gibt in der Regel deshalb auch keine Auskunft über nichtfachliche, nichtmessbare Kompetenzen, die jedoch für die Berufspraxis besonders bedeutsam sind.
  2. Beide Wege bieten kaum unternehmerische Gestaltungsmöglichkeiten für den eigenen Lern- und Ausbildungsprozess. 

Diesen beiden Punkte möchte sich die IG Dritter Berufsbildungsweg annehmen. Wir möchten einen reellen dritten Berufsbildungsweg aufbauen und etablieren, der Kompetenzen statt Qualifikationen oder anders formuliert Handlungsfähigkeit statt erfolgreiches Abrufen von Wissen ermöglicht. Den Lernenden soll er die Möglichkeit geben, einen selbstgesteuerten Lernweg unternehmerisch und individuell zu gestalten und auf diesem Weg Kompetenzen zu erwerben, die entweder dazu führen, sich beruflich selbstständig zu machen oder in der Berufswelt gleichwertig zu den Qualifikationspapieren des 1. und 2. Bildungsweges Anerkennung finden.


Kodex:

Für das Mitwirken in den Regional- und Interessengruppen liegt ein Kodex für die Teilnahme zu Grunde. Mit der Anmeldung als Mitglied der Interessengruppe wird bestätigt,  den Kodex gelesen zu haben und ihn zu akzeptieren.

 

Anmeldung als MItglied der Interessengruppe

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