Waldkinder St. Gallen

Portrait

Waldkinderpädagogik stellt das Kind in der Natur -  mit seinen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Interessen - in den Mittelpunkt. 
Die Kinder stillen ihren Wissensdurst in der Natur. Wir schaffen Raum und Zeit für handlungsorientiertes Lernen im aktiven, kreativen Spiel. Die altersdurchmischte Gruppe bietet ein ideales Übungsfeld für soziales Verhalten. Die Verpflichtung zur Naturpädagogik, zum individuellen Lernen in der Gruppe und zu unstrukturiertem Spiel- und Lernmaterial bildet den Rahmen der Arbeit bei den Waldkindern und wird auch an unseren Weiterbildungen weitergegeben. Die Natur und ihre Zyklen bestimmen das pädagogische Tun mit den Kindern in jeder Hinsicht. Der Erziehungs- und Lehrplan des Kantons  St. Gallen bildet die Ausgangslage für die Erarbeitung der Lernziele. Die methodischen Mittel und der Weg zur Umsetzung des Erziehungsplans finden über die Pädagogik der Waldkinder statt.

NaturpädagogikDie Arbeit der Waldkinder St. Gallen basiert auf den Methoden der Naturpädagogik. Aufbau, Planung und Umsetzung geschehen nach den Grundsätzen und Strukturen der „4 Ebenen der Naturpädagogik“ (weiterführende Dokumente von M.Tschirky). Die Kinder lernen über alle Sinne anhand originaler Sinneseindrücke in der Natur. Sie wird auf spielerische, gestalterische, märchenhafte und musische Art erlebbar gemacht.

Individuelles LernenIndividuelles Lernen bedeutet, dass die Kinder nach ihrem Entwicklungsstand und nicht nach ihrem Alter lernen. Ihnen stehen unterschiedliche Lernformen zur Verfügung und ihre Interessen fliessen in die Angebote ein. Die Kinder werden individuell gefördert und für jedes Kind werden spezifische Zielsetzungen erarbeitet. Die Entwicklung des Kindes in persönlicher und schulischer Hinsicht wird mit den Eltern regelmässig besprochen und dokumentiert.

Freies Spiel, geleitetes und freies LernenSpielen und Lernen gehören untrennbar zusammen. Lernsituationen ergeben sich oft aus dem Spiel und werden in geleiteten Lernsituationen vertieft. Die Motivation ist der wichtigste Antrieb für die Vermittlung von Lerninhalten. Das Leitungsteam organisiert und beobachtet zurückhaltend Spiel- und Lernangebote. Lerninhalte beziehen auch die Lebenswelt der Kinder mit ein (Rituale, Bräuche, Geburtstage). Ein wichtiges Element der Waldkinderpädagogik ist das Freie Spiel und die Lernangebote. Sie werden durch geleitete und verpflichtende Sequenzen ergänzt. 

Soziales LernenDurch den Alltag in der Gruppe wird die Fähigkeit auf andere Kinder einzugehen und sich zu integrieren, bewusst gefördert. Die Kinder lernen, Verantwortung für sich und andere zu tragen.

Spiral-LernenLerninhalte werden auf verschiedenen Entwicklungsebenen immer wieder aufgenommen und ermöglichen so vernetzte und aufbauende Wissensaneignung. Spiral-Lernen orientiert sich an den Zyklen und Begebenheiten der Natur. Wiederkehrende Rituale sind Ausdruck davon und ermöglichen Erfahrung von Kontinuität und Wachstum.

Stufenübergreifendes und altersdurchmischtes LernenDie Kinder werden nach ihrem Entwicklungstand gefördert. Im stufenübergreifenden und altersdurchmischten Lernen übernehmen die Kinder Verantwortung füreinander und fördern ihre sozialen Kompetenzen. Sie nutzen die persönlichen, sozialen und kognitiven Fähigkeiten der anderen als eigene Ressourcen und erhalten vielfältige Orientierungs- und Identifikationsmöglichkeiten. Der Übergang zwischen spielendem und leistungsorientiertem Lernen ist fliessend.

Unstrukturiertes Lern- und SpielmaterialDer Lern- und Spielort ist die Natur, die nicht vorstrukturiert wird. Die Kinder machen sich ihr Spielzeug mit Werkzeug und anderen Mitteln und Materialien selbst. Strukturierte und unstrukturierte Lehrmittel und Materialien ergänzen sich. Räume wie der Bauwagen oder das  Waldsofa, können von den Lehrpersonen gezielt eingesetzt werden.

 

 

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SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen über die Waldkinder St. Gallen


Dokumente


Gästebuch der Waldkinder St. Gallen

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