Sekundarschule Alterswilen

Portrait

Die Sekundarschule Alterswilen ist eine staatliche Schule mit sechs Klassen. In jeder sind 18 bis 20 Schüler und zwei verantwortliche Lehrer. Die Klassen sind altersdurchmischt zusammengesetzt, also Schüler und Schülerinnen aus den 1. bis 3. Sekundarklassen. Speziell ist auch, dass die Schüler in den verschiedenen Niveaus (e: erweitertes Niveau, m: mittleres Niveau, g: Grundniveau) arbeiten.

 

Die Idee mit den altersdurchmischten Klassen finde ich gut, denn so können die Älteren den Jüngeren helfen. Und auch wenn es lustig tönt – auch jüngere Schüler oder Schülerinnen können manchmal den älteren helfen.

 

Unsere Klasse ist während ca. 60 Prozent der gesamten Unterrichtszeit zusammen. Die restliche Unterrichtszeit müssen wir Kurse besuchen. 

In jeder Klasse an unserer Schule hat es drei Lerngruppen. Die Lerngruppen-sitzungen finden einmal pro Woche, nämlich am Montag statt. Jede Lerngruppe hat einen Lerngruppenleiter und einen Stellvertreter. Meist sind die Leiter in der 3. Sekundarklasse. In unserer Gruppe sind wir sechs Schüler und Schülerinnen.

 

Die Lerngruppe ist dazu da, die Lernbücher zu kontrollieren, damit sind die Planung, die Blackbox und die Lernziele gemeint. Man studiert sich jede Woche neue Ziele aus, ein persönliches und ein Gruppenziel.



Veronica, 10. Schuljahr

 

Die Sekundarschule Alterswilen ist eine Mosaikschule. 

Mosaik steht für folgende Begriffe, die im Modell mosaik-sekundarschule eine zentrale Bedeutung haben:

mo motivation
s selbständigkeit
a alters-durchmischtes lernen
i individualität
k kurs-system

Der Name mosaik-sekundarschule steht sinnbildlich für die Verschiedenheit unserer Schülerinnen und Schüler. Eine Heterogenität, die wir nicht beklagen sondern nutzen wollen.


 

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SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen über die Sek Alterswilen

Schülerinnen und Schüler:

 

»Neben dem Unterricht in der Klasse gibt es auch sogenannte Kurse, die wie normaler Klassenunterricht sind. Es ist so, dass die Kurse in Niveaus unterteilt sind, g, m und e: e bedeutet erweitertes Niveau, m ist mittel, g ist Grundniveau. Aber anders als im IU ist der Kursunterricht nicht gemischt mit Schülern aus den 1. 2. und 3. Klassen, sondern es sind nur gleiche Alters- oder Schulstufen. Vor allem die Sprachen und die Naturlehre finden in den Kursen statt. Diese Schule ist eine super Mischung zwischen Unterricht in der Gesamtklasse und Kursen.

 

Unsere Schule ist sehr sozial. Alle Schüler gehen untereinander gut und freundlich miteinander um. Wenn man neu an diese Schule kommt, dann wird man sehr schnell angenommen und man findet sehr schnell sehr gute Freunde.

 

Ich bin erst seit einigen Monaten in der Mosaik-Sekundarschule. Alle sind sehr nett und freundlich, auch die Lehrer. Der Unterricht ist auch cool. Es macht Spass in dem neuen System. Jeder wird persönlich gefordert und gefördert....

 

Dieses Miteinander, aber auch die Selbständigkeit, machen nicht nur den Unterricht, sondern auch das Sozialleben an dieser Schule unvergleichlich. Mir macht es Spass den Unterricht zu besuchen.                 

 

Falls es mal Streit gibt an der Schule, gibt es pro Klasse zwei Schüler oder Schülerinnen, die extra für so einen Fall ausgebildet wurden. Dann müssen solche Schüler, die nicht gerne mit Lehrern reden, zu den Konfliktlotsen gehen. Meistens ist der Streit nachher beigelegt. Die Konfliktlotsen verraten nichts an Lehrer oder Mitschüler. Sie werden von Frau Egger, unserer schulischen Heilpädagogin, und Frau Stoller gecoacht.«

Felix, 2. Sekundarklasse

 

 

»Während den drei Jahren an unserer Schule wird man von einem Lernbuch begleitet, worin man seine Tagesplanung einträgt. Diese Planung wird in der wöchentlichen Lerngruppensitzung überprüft. In der Planung schreibt man auf, an welchem Fach man weiter arbeitet, man notiert den genauen Namen des Auftrages und welche Blätter oder Aufgaben man bis zum Ende der jeweiligen eingeteilten und geplanten Zeit beendet haben will.

 Eine genaue Planung trägt dazu bei, dass man ein genaues Ziel vor Augen hat und man übersichtlicher arbeiten kann. Nach jeder Doppelseite der Wochenplanung gehört noch eine Doppelseite dazu, die sogenannte Blackbox. Hier schreibt man Dinge hinein, welche man gelernt hat. Ob das nun Französisch, Deutsch oder Hauswirtschaft ist, ist der Person freigestellt, solange es etwas ist, was man sich einprägen will.

In der Lerngruppe wird jede Woche das Highlight vorgelesen, welches man auch in der Blackbox aufgeschrieben hat. Dies gibt dem Schüler Selbstbewusstsein und Mut für die neue Woche. Beispiele von Blackbox-Einträgen:

• Es hat mir sehr viel Spass gemacht, diesen Gegenstand herzustellen.

• Ich konnte im Französisch neun Kleider benennen und beschreiben, genau so, wie auch Schmuck.

• Mir hat gefallen, dass alle es schon konnten.

• Den Wochentext zu schreiben, fand ich super.

• Mein Highlight dieser Woche ist, dass ich in Franz eine 5.7, im Englisch 5.8 und 5.1 habe. Das ist super! Aber die Englisch Tests waren ja gar nicht schwierig und der Franz Test auch nicht. Ich hasse Französisch.

 

Ich persönlich heisse dieses System sehr willkommen, da dies für meine Zukunft nur von Vorteilen ist.

Auch in meiner Freizeit plane ich, bevor ich etwas beginne. Indem ich mein Ziel vor Augen habe, merke ich, dass ich so im besten Fall bis zu einer Stunde sparen kann. Dies gelingt mir jedoch nur wenn ich auch motiviert bin, etwas zu machen. So habe ich begonnen meinen Tag so zu planen, dass das Beste zum Schluss kommt, worauf ich mich freuen kann.

 Die Planung einer Arbeit ist für meine zukünftige Lehre als Kauffrau auf der Bank von sehr grosser Wichtigkeit, weil ich dort meine Aufgaben beim Arbeitsplatz und der Schule zu planen habe. Darum bin ich sehr froh, schon jetzt dieses System mit Lehrern und Mitschülern kennen gelernt zu haben. Ich muss es mir nicht selbst aneignen, was sich als sehr schwierig erweisen würde.«

 

Anja, 3. Sekundarklasse 

 

Lehrpersonen:

 

»Seit zehn Jahren arbeite ich bereits an der Mosaik-Sekundarschule. Mir gefällt an diesem Arbeitsort, dass wir als Team unsere Arbeit und besonders unserer Haltung den Schülerinnen und Schülern gegenüber in unseren pädagogischen Konventen regelmässig hinterfragen, diskutieren und weiterentwickeln.

In meiner täglichen Arbeit möchte ich immer besser lernen die Schüler und Schülerinnen in ihrem persönlichen Weiterkommen und Lernen zu unterstützen, sie zu fördern und zu motivieren mit viel Selbstvertrauen ihren Weg zu finden und zu gehen.«

R. Frei

 

»Während meines Studiums an der PHZH habe ich ein Semester lang an der Mosaik-Sekundarschule in Horn TG gearbeitet. Während dieser Zeit lernte ich dieses Schulsystem schätzen: auf einmal war ich nicht mehr die „Tätschmeisterin“  sondern eine Lernbegleiterin. Nach diesem halben Jahr war für mich klar, dass ich an einer solchen Schule arbeiten wollte und landete schlussendlich in Alterswilen. Hier führe ich nun seit fast drei Jahren eine Klasse, arbeite mit den Jugendlichen zusammen, fördere und fordere sie und werde auch gefordert. Die „Aha!“s in den Augen der Jugendlichen zu sehen, wenn ich ihnen etwas erkläre, motiviert mich immer wieder aufs Neue. Den Überblick über alle meine Schülerinnen und Schüler hinsichtlich der Lernstandorte zu haben, stellt mich manchmal vor eine Herausforderung, unser Verwaltungssystem infomentor ist mir hier eine grosse Hilfe.

Im Speziellen schätze ich die Offenheit und Transparenz im Team. Bei Schwierigkeiten verhelfen mir die verschiedenen Sichtweisen der Teammitglieder zu einem Perspektivenwechsel und zu einem Überdenken meiner Handlungen.«


S. Stoller

 

Eltern:

 

»Unser Eindruck ist, dass hier in der Klasse eine positive Grundstimmung herrscht. Die Kinder und Lehrpersonen pflegen einen respektvollen Umgang miteinander. Unser Sohn berichtet uns durchwegs Positives von dieser Schule.«

 

»Mein Sohn hat grosse Freude am Schulbesuch. Durch die unterschiedlichen Klasseneinteilungen (Niveaus, Alter) ist das soziale Verhalten gestärkt, Hilfsbereitschaft und Freundschaft ausgeprägt. Auch ist das Lernverhalten durch die Selbstständigkeit sehr positiv.«

 

 


Was uns an der Sekundarschule Alterswilen gefällt

»Wer die Sekundarschule Alterswilen besucht, wird von der friedlichen Stimmung im Schulhaus, dem gegensweitigen Wohlwollen der Schülerinnen und Schüler untereinander und dem entspannten Umgang zwischen  Lehrpersonen und SchülerInnen positiv angetan sein. Wo in anderen Oberstufen ein Klima des Misstrauens herrscht und versucht wird eine Disziplinierung mit Belohnungs- und Bestrafungssystemen zu erreichen, wird in Alterswilen den Jugendlichen ein grosses Vertrauen entgegengebracht.

Pausen verbringen Schülerinnen, Schüler, Lehrerinnen und Lehrer in einem gemeinsamen Raum - die Eingangshalle ist sozusagen ein offener Raum mit Sofas, einer Bar und einer kleinen Küche. 

Das Lernen der OberstufenschülerInnen ist mit einem ausgefeilten System komplett individualisiert, so dass die Kinder ihren Möglichkeiten entsprechend in ihrem Tempo lernen können. In Kursen findet gemeinschaftlicher Unterricht statt. 

Dass eine entspannte, vertrauensvolle Atmosphäre lernfördernd ist zeigen die Leistungen, der Schülerinnen und Schüler: Die aktuellen Stellwerkergebnisse sind im Vergleich mit anderen Schulen des Kantons St. Gallen überdurchschnittlich hoch.«


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Konzept Mosaikschulen.pdf
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Gästebuch der Sekundarschule Alterswilen

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