Lindenschule

Portrait

»Wo das Leben und das Lernen eins sind«

 

Die Lindenschule ist eine Schule auf dem Bauernhof und ein Bauernhof, der Schule macht.

 

Die vertrauensvolle, natürliche Umgebung des Bauernhofes »Halde Oase-der-Natur« mit Blumenwiesen, Obstbäumen, Garten, Bach, Wald, Jurte, Tipi und verschiedenen Tieren regt alle Sinne an, unterstützt das Ausleben des Bewegungsdranges, ermöglicht den intensiven Kontakt mit allen Elementen der Natur im Jahresverlauf, und fördert eine nachhaltige und ganzheitliche Lernerfahrung.

 

Die Schülerinnen und Schüler leben und lernen wie in einer grossen Familie und wirken bei der Gestaltung ihres individuellen Lernprogrammes mit. Sie erlernen dabei das eigenverantwortliche Handeln, das initiative und soziale Mitgestalten ihrer Lebensumstände, das Vorgehen im Projekt Management und das Ziel orientierte Arbeiten.


SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen über die Lindenschule

SchülerInnen:

 

„Die Ferien sind so langweilig, ich gehe lieber in die Schule. Warum braucht man eigentlich Ferien?“

 

Schülerin 5. Klasse, während der vierwöchigen Sommerferien.

 

„Eine Schule die Spass macht, viel draussen mit / in der Natur gespielt wird und die Schüler auch die Möglichkeit haben, Gedanken, Arbeiten, Vertiefungen zu Ende zu führen ... auch wenn gerade ein anderes Schulfach im "Stundenplan" steht.“

 

Schüler 4. Klasse

 

„Mir gefällt es in der Lindenschule, weil man viel draussen sein kann und wir einen Fussballplatz haben und dass man im Wald Hütten bauen kann.

Man hat auch mehr Freiheit als in der öffentlichen Schule und es ist nicht alles so engstirnig.“


Schüler 3. Klasse

 

Eltern:

 

“Als Eltern ist man einen Teil der Schule. Die Kinder werden nicht schubladisiert, sondern als Individuen von innen gestärkt. Man vermittelt kein Leistungsbewusstsein, sondern sucht den Weg zu sich.“


Vater von einem Schüler, 3. Klasse

 

„Ich bin überzeugt von der Art und Weise, dem Konzept, der Lindenschule. Ich weiss, dass diese Schulwahl die richtige für unser Kind ist. Er geht am Morgen gerne zur Schule und kehrt am Abend glücklich und zufrieden nach Hause.“


Mutter von einem Schüler, 3. Klasse

 

„Dankbar bin ich für diese wunderbare Schule in der Natur. Ein Ort wo die Kinder die Möglichkeit haben sich frei zu entfalten um in ihre Lebenskraft zu kommen. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen BegleiterInnen, Eltern und Kindern lernen und wachsen wir gemeinsam.“


Mutter von einem Schüler, 4. Klasse

 

„Ich habe die Lindenschule für meinen Sohn gewählt, weil ich selber das Glück hatte, an einer kleinen, etwas anderen Schule (Versuchsklasse 1972- 77) die Freude am Lernen für mich zu entdecken.“


Mutter von einem Sohn, Kindergarten

 

„Das erste Kindergartenjahr verbrachte unser Sohn in einem anderen privaten Kindergarten und hatte da bereits nach einer Woche den Stempel von ADHS und er könne sich nicht in eine Gruppe integrieren. Da war es für uns klar, dass dies nicht die Schule für unser Kind war. So kamen wir in die Lindenschule, wo unser Sohn das zweite Kindergartenjahr besuchte. Er fühlte sich vom ersten Moment angenommen, konnte seine Sozialkompetenzen entwickeln und ist heute in die Gruppe voll und ganz integriert und aufgenommen. Er ist jetzt in der ersten Klasse, fühlt sich wohl und lernt für sich persönlich sehr viel und gut.“

Dazu beigetragen hat sicherlich, dass er so genommen wurde, wie er ist, dass er viel Zeit in der Natur verbringen kann und sich körperlich austoben kann.“


Eltern von 7-jährigem Sohn, 1. Klasse

 

„Ich schätze an der Lindenschule, dass alle Schülerinnen und Schüler in ihrer Persönlichkeit gefördert und bestärkt werden. Sie werden nicht alle durch den gleichen Raster gedrückt.“


Mutter einer Schülerin, 4. Klasse

 

„Wir fanden es sehr spannend zu hören, wie die Lehrperson von unserem Sohn mit ihm umgeht, wenn er sich während dem Unterricht nicht mehr konzentrieren kann und unruhig wird, dann schickt sie ihn nach draussen, mit den Worten: Er solle da rumhüpfen und sich kurz austoben und wenn er das Gefühl habe, dass er sich wieder konzentrieren könne, dann soll er wieder reinkommen. Sie erzählte uns mit einem Lächeln, dass das funktioniere gut ginge so. Wenn er dann wieder reinkomme, sei er wieder voll konzentrationsfähig und könne gut weiterarbeiten.“


Eltern von einem Schüler, 1. Klasse

 

„Meine Tochter hatte Mühe mit einem jüngeren Mädchen, welches stark auf die Erwachsenen ausgerichtet war. Da sagte die Begleiterin der Gruppe einmal zu meiner Tochter: „Ich glaube, du hast es nicht gerne, dass dir das jüngere Mädchen Platz wegnimmt. Mach es doch auch so, nimm dir deinen Platz, den du brauchst.“ Es beeindruckte mich sehr, wie das Bedürfnis meiner Tochter erkannt und wie sie ernst genommen wurde.“


Mutter einer Schülerin, 3. Klasse

 

„Während der Schnuppertage meiner Tochter machten die Schülerinnen und Schüler der Gruppe ein Feuer und experimentierten mit allerlei Brennbarem und Nicht-Brennbarem. Die Begleiterin schaute nur zu, damit nichts passierte. Meine Tochter schaute ebenfalls zu und legte sich nach einer Weile neben die Begleiterin ins Gras.

Mich beeindruckte, dass die Kinder hier einen sicheren Raum zum freien Erforschen haben und dass sie einen Platz haben, wo sie angenommen sind und sich selbst sein dürfen. So war mir sofort klar, dass meine Tochter hier zur Schule gehen soll.“

 

Mutter einer Schülerin, 2. Klasse

 

„Bei unserem Sohn vermuteten wir bereits im Babyalter, dass er in einer klassischen Schule  „untergehen“ würde. Zu sehr verschloss er sich, wenn andere etwas von ihm wollten. Er wollte in sich selbst spüren, wann er zu was bereit war.

So sind wir sehr dankbar, dass er an der Lindenschule ein Umfeld hatte und hat, in welchem ihm Raum für sein eigenes Entwicklungstempo gewährt wird und in welchem er dennoch immer wieder ermuntert und ermutigt wird, aus sich heraus zu kommen und seine eigenen Grenzen und Ängste zu überwinden.

Inzwischen lässt er sich nicht mehr so rasch einschüchtern. Er steht zu sich, findet seinen Weg auch in schwierigen Situationen und lässt sich von der vielfältigen Natur, den Tieren und den Menschen auf dem Bauernhof inspirieren.“

 

Vater eines Schülers, 3. Klasse

 

„Auch bei unserer zweiten Tochter dauerte es, bis sie sich für die Berufswelt zu interessieren begann. Dann aber plötzlich ging es los, sie nahm den Telefonhörer in die Hand und hatte sich innert kürzester Zeit mehrere Schnupperstellen organisiert. Ich bin sehr dankbar, dass die Lindenschule und wir Eltern Geduld hatten, so dass dieser organische Durchbruch überhaupt erst möglich wurde.“

 

Mutter einer Schülerin, 8. Klasse

 

„Es ist wunderbar, dass wir alle anderen Eltern persönlich kennen. So können wir uns gut austauschen und über die Altersgrenzen der Kinder hinweg gegenseitig von unseren Erfahrungen profitieren.“

 

Vater mit zwei Kindern an der Lindenschule

 

 

Lehrpersonen:


„Unsere Schülerinnen und Schüler bleiben länger verspielte Kinder und können tief in ihre kreative Welt eintauchen. Dennoch wirken die meisten aus ihrem Innern heraus stark, sind eigene Persönlichkeiten.“


Begleiter an der Lindenschule

 

„Es ist immer wieder berührend, wenn sich im Fussballspiel, Mädchen und Jungen vom Kindergarten bis zur 9. Klasse begegnen: Rücksicht nehmen, Regeln flexibel anwenden, fair sein, sich eingliedern, zusammen etwas erreichen wollen, durchhalten, eintauchen ins gemeinsame Sein, … Da wird so Vieles im Spiel und mit Freude gelernt. Und wir Erwachsene?

Wir sind begehrte Mitspieler! Und sicher keine Schiedsrichter.“


Begleiter an der Lindenschule

 

 


Was uns an der Lindenschule gefällt

»An der Lindenschule gefällt uns das Bewusstsein, dass Kinder ein Teil der Natur sind und diese in sich und um sich erfahren können. Wir bewundern die Bereitschaft der MitarbeiterInnen der Lindenschule, sich und ihre Arbeit ständig zu reflektieren und ihr Mut zur Veränderung - immer mit dem Ziel den Kindern ihrer Schule, das zu geben und zu ermöglichen, was sie wirklich brauchen.«


Dokumente

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Lindenschule_Flyer_A5.pdf
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Gästebuch der Lindenschule

Kommentare: 1
  • #1

    rosmarie Wydler-Wälti (Donnerstag, 03 Januar 2013 21:50)

    Ich war absolut begeistert nach dem Schauen des Films über eure Schule. Bestimmt wird jedermann und jede Frau gluschtig auch mal in eine solche lebendige Schule gehen zu dürfen und erst noch auf einem Bauernhof wo die natur ständige Begleterin der Kinder ist - ja die Kinder sich als ein Teil von dieser Ganzheitlichkeit voll geborgen und dazugehörig fühlen können. Wohl den Kindern, die das Glück haben eine solche Schule besuchen zu dürfen - wo mindestens die äusseren Umstände und die Absichten der Lehrkräfte mit den kindlichen Bedürfnissen übereinstimmen!