ILB Wien

Es begann mit einer kühnen Idee: Ist es möglich, dass eine öffentliche Schule in Wien auf Basis eines breiten aufgeklärten pädagogischen Klimas, vor dem Hintergrund mehrerer engagierter Schulversuche (alternative Leistungsbeurteilung, reformpädagogische Mehrstufenklassen) als ganzer Standort neue Wege des gemeinsamen Leben und Lernens geht und damit auch Modellcharakter einer gemeinmsamen Schule für alle bekommt?

So gründete Josef Reichmayr als vom Stadtschulrat für Wien bestellter Schulleiter die ILB im Jahr 1998 mit einem Team von etwa 20 LernbegleiterInnen, die in 7 Stammgruppen mit insgesamt 137 SchülerInnen zwischen 6 und 10 Jahren ein neues Konzept des Lernens für einen ganzen Schulstandort umzusetzen begannen.

Folgende Überlegungen standen dabei im Mittelpunkt:

 

Grundgedanken

Die ILB ist eine Schule der VIELFALT: Jede/r SchülerIn ist willkommen, so wie sie/er ist. Hier kann sie/er ebenso wie jede/r Erwachsene verschieden sein. Aus der Anerkennung und Förderung von Individualität erwächst Bereicherung für alle.

Die ILB ist eine Schule der SOLIDARITÄT: Jede/r gestaltet mit, so gut sie/er kann. Hier soll jede/r SchülerIn, jede/r Erwachsene ihre/seine Stärken einbringen. Im Mitfühlen, Mitdenken und Mithelfen entsteht Gemeinsamkeit, werden ein friedliches Miteinander und ein respektvoller Umgang geübt, werden Mädchen und Buben, Männer und Frauen gleichermaßen geachtet.

Die ILB ist eine Schule der LERNFREUDE: Jede/r ist Teil der alters- und interessensgemischten Lerngruppe. Jedes Kind und jede/r Erwachsene sucht und gestaltet in gemischten Lern- und Kursgruppen geistige und körperliche, emotionale und soziale Anregungen und Herausforderungen. Wirkungsvolles und nachhaltiges Lernen bedarf einer annehmenden, aufbauenden und liebevollen Atmosphäre, realistischer und transparenter Zielsetzungen, eines Sicherheit gebenden Rahmens.

Die ILB ist eine Schule der WELTOFFENHEIT: Jede/r lebt in familiären, schulischen, örtlichen, religiösen und freundschaftlichen Netzen. Jedes Kind und jede/r Erwachsene bewegt sich in weltumspannenden Abhängigkeiten und Verflechtungen. Auch unser schulisches Lernen soll in enger Wechselwirkung mit dem Leben und der Gesellschaft stattfinden – wir holen „die Welt“ in die Schule und gehen „in die Welt“ hinaus.

 

Teil-Stücke zum Ganzen

KERN-Stück Reformpädagogik: Dieses Gedankengut, das seit 100 Jahren ein Schulleben „vom Kinde aus“ zu gestalten versucht, umhüllt und durchflutet die gesamte Schule.

GRUND-Stück Mehrstufenklassen/Coachinggruppen: Ein Fundament und zugleich eine Besonderheit der ILB besteht darin, dass jede/r SchülerIn eine altersgemischte Mehrstufenklasse/Coachinggruppe besucht.

HERZ-Stück Integration und Individualisierung: Im engeren Sinne ist das Herzstück der ILB die sonderpädagogische Integrationsarbeit, im weiteren Sinne die individuelle Lern-Begleitung all jener Kinder, die einen stärkeren Zuwendungs- und Förderbedarf haben – außergewöhnlich begabte, außergewöhnlich belastete, außergewöhnlich leise, außergewöhnlich laute SchülerInnen.

SCHMUCK-Stück Kursangebote: Sichtbarster Ausdruck der klassenübergreifenden Bemühungen um die körperliche und geistige Förderung der Kinder sind Angebote und Kurse aller Art – von der Einzelförderung bis zum Kochkurs, vom kreativen Tanz bis zum Werk-Club, von der Motopädagogik bis zum Nachmittags-Ausflugsfenster.

KUNST-Stück Teamarbeit, Schulentwicklung, Kräfte-Balance: Die ILB lebt von Teamarbeit auf allen Ebenen. Alle MitarbeiterInnen, insbesondere die PädagogInnen sind laufend in teils festen, teils wechselnden Teamzusammensetzungen aktiv – planen, tun und reflektieren miteinander, sind in die Organisationsentwicklung, in Führung und Koordinierung eingebunden. Es ist eine andauernde und delikate Herausforderung für jede/n Einzelne/n, für das Kollektiv und für die Leitungsebene, den persönlichen professionellen Einsatz mit den teils sehr unterschiedlichen Erwartungen von Eltern, Kindern, Dienstgebern und KollegInnen in eine konstruktive Balance zu bringen.

MEISTER-Stück Elternarbeit: Aktive Eltern sind Teil der erfolgreichen Arbeit der ILB. Sie helfen im Schulalltag mit, unterstützen die Schule durch aufbauende und kritische Rückmeldungen, fördern die Schulentwicklung durch inhaltlichen, organisatorischen und finanziellen Beistand.

 

Im Laufe der Jahre gelang es, dieses Konzept weiter zu entwickeln und zu verfeinern. Die ILB präsentiert sich im Jahr 15 nach ihrer Gründung als Schule für cirka 360 SchülerInnen im Alter von 6 bis 15 Jahren, die in 18 Stammgruppen von rund 80 LernbegleiterInnen unterrichtet werden. In den höheren Schulstufen verläuft die äußere Organisation entlang sog. Coachinggruppen - jeweils 7 bis 10 SchülerInnen werden von Lerncoaches betreut - und löst sukzessive die Einteilung in Stammgruppen ab.

Mit der aktuell geplanten Außenstelle in der Stockerauer Au rückt die Welt näher an die Schule heran und das Lernen kann sich sich unmittelbarer vor Ort vollziehen.

 

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SchülerInnen, Eltern und Lehrpersonen über die ILB Wien

»Die RESPEKTVOLLE GRUNDHALTUNG anderen gegenüber und der klare, dementsprechende Umgang miteinander - das ist in der ILB nicht nur ein Leitbild, irgendwo auf einer Homepage von einer Agentur schön ausformuliert, sondern gemeinsam erarbeitet und gelebt.

Mein Sohn, wurde immer bestärkt in dem, was er kann. Unzählige Urkunden auf seiner Zimmertür legen Zeugnis davon ab. Das, was mein Sohn in der ILB gelernt hat, wird ihn weit über sein Schulleben hinaus begleiten wird.«

Mag. Erika Lahninger

 

 

»Die gute Kooperation – ganz großes Kompliment!!!!!!

Sehr positiv finde ich denLerncoach/fachübergreifende Ansprechperson und die Fachbereichsräume. Ebenso, dass das Gespräch gesucht wird, wenn es troubles gibt und dass dann sehr konstruktiv, unaufgeregt und lösungsorientiert vorgegangen wird.

Die LernbegleiterInnen achten auf Lernfortschritt, ohne Druck zu machen und bieten ein hervorragendes Lern- & Arbeitsklima und Materialangebot. Kinder können ihre kosmischen Themen nach Interesse wählen. Eltern werden als PartnerInnen betrachtet.«

Gabriele Seidl-Pass

 


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Gästebuch der ILB Wien

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