Würde & Integrität

Sich gegenseitig mit Würde und Achtung begegnen, ist die Basis gelingender Beziehung und erfolgreichen Lernens, weil damit die Integrität des Menschen respektiert und geschützt wird. Was Kinder mehr als alles andere brauchen ist ihnen entgegengebrachtes Vertrauen. Wenn Kinder Lehrpersonen vertrauen und sich ihnen anvertrauen können, sich bei ihnen aufgehoben fühlen und sein dürfen wer sie sind, dann können sich Schülerinnen und Schüler aus einer Entspanntheit heraus ihren Lernprozessen widmen. Ist dies nicht der Fall, ist ihre Integrität bedroht, führt es schlimmsten Falls dazu, dass die archaischen Notfallprogramme im Stammhirn anspringen: Flucht, Angriff oder Erstarrung. Fruchtbares Lernen ist in einer solchen Verfassung der Überlebenssicherung schlicht nicht mehr möglich.

 

Die Lernbegleiter an einer Bildungseinrichtung sind als Erwachsene stets für die Beziehungsqualität verantwortlich - nie die Kinder. Beziehungskompetenz ist die Bereitschaft Verantwortung für die Beziehungen zu Schülerinnen, Schülern und Eltern zu übernehmen ist deshalb das, worüber Lehrpersonen verfügen müssen, um innerhalb des Schul- und Familiensystems würdevolle Beziehungen einzugehen und zugestalten und Konflikte auszutragen. Entwicklungsfördernde Beziehungen weisen daher eine Erziehungskultur auf, die ohne Angst, Bestrafung und Belohnung auskommt. Stattdessen finden respektvolle Dialoge statt.

 

 

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