Stabfechten

»Den Stab zu führen heißt sich selbst zu führen«

 

Die äußere, körperliche Haltung nimmt Einfluss auf die innere, geistige Haltung und umgekehrt. Schon in der Vergangenheit wussten das die Menschen und formten hier in Europa ihren Geist und Körper mit klaren Bewegungen durch Fechtkunst. Dichter, wie Goethe und Schiller oder Maler wie Albrecht Dürer taten das nachweislich. Stabfechten ist eine faszinierende, elegante, dynamische europäische Fechtkunst, die leicht zu lernen ist. Stabfechten ist eine Mischung aus Stockkampf und dem Säbelfechten (19. Jh.) Stabfechten bietet wie viele Fechtkünste die Möglichkeit sich in der Bewegung besser kennen zu lernen.

Stabfechten ist allerdings mehr als ein Fechtsport, denn dadurch dass man sich bewegt, bewegt sich auch etwas in einem selbst. Die Sinne werden wach, man ist präsent, ist im Jetzt und öffnet seine Sinne. Durch den Umgang mit seinem Gegenüber, der alles widerspiegelt was man ihm selbst gibt, wird die eigene Entwicklung und dadurch die eigene Persönlichkeit gefördert.

 

Stabfechten fördert:

1. Die Entwicklung der eigenen Persönlichkeit

2. Die Sinnesschulung

3. Die Kommunikation

4. Die Körperdynamik und den eigenen Bezug zu seinem Körper

 

Der Stab als verlängerter Arm ist das Sprechwerkzeug, den es kontrolliert zu führen gilt. Er ist Werkzeug und Schlüssel zugleich. Es macht Freude sich im partnerschaftlichen Austausch zu messen, einen respektvollen nonverbalen Dialog zu führen. Dabei wird klar, dass es um die innere Einstellung geht, mit der ich auf den anderen zugehe.

Seine Energie gezielt einzusetzen, seinem Körper Ausdruck zu verleihen, Gemeinschaft zu erleben und an den Gesetzmäßigkeiten des Gefechts zu lernen, wie man mit inneren Konflikten im Alltag umgehen kann gibt in den Wirren des Alltags den Schülern einen inneren sicheren Halt. Darüber hinaus erleben die jungen Teilnehmer Jahrhunderte altes, europäisches Fechtwissen.

 

Besonderheiten

• Altes Wissen trifft auf neues Wissen von heute.

• Geschichte mit dem eigenen Körper erleben

• Einsatz im Bereich: Choreografie oder Freifechten

 

Vorteile

Ort: ortsunabhängig – drinnen oder im Freien

Material: Nur Stäbe aus Holz

 

Was wir beim Stabfechten benötigen

Gefochten wird ohne Schutzausrüstung, nur mit dem Stab. Den einzigen Schutz den wir haben ist unsere Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Konzentration im Jetzt. Diese wichtigen "Schutzfaktoren" werden in vielen Übungen sensibilisiert und bewusst geschult.

 

Was wir lernen

Durch Stabfechten und vielen Übungen sind die Schüler und Lehrer aufgefordert ständig sich selbst wahrzunehmen, also eine Selbstwahrnehmung zu erzeugen. Eine lockerer Atmosphäre des achtsamen Umgangs im Miteinander und gegeneinander lädt ein zu experimentieren. Das Innehalten, anschließende Reflektieren der eigenen Erfahrung und das stete Ausprobieren des neu erlangten Wissens sind dabei der Schlüssel sich stets selbst auf neue Situationen anzupassen und sich zu verändern.

 

Grober Ablauf

1. Warm Up

2. Übungen in Wahrnehmungsschulung

3. Einführung in die Kunst des Stabfechtens

4. Nonverbaler Dialog – Die Stäbe und der Körper sprechen

 

Das Impulsseminar (1 oder 2 Tage) im Stabfechten gibt Raum und Zeit in seiner Persönlichkeit zu wachsen, sich in der Kommunikation, der Wahrnehmung und der Bewegung zu schulen und sich dabei spielerisch immer wieder neu zu entdecken.

 

Ihr Ansprechpartner:

 

Leiter des Instituts, Arne Schneider

 

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Dokumente

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Förderung der Selbstregulation durch Sta
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STABFECHTEN IMPULSSEMINAR.pdf
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