Grundlagen

Grundlagentexte zur Inspiration und zum Neugiergwerden für eine Kultur der Potentialentfaltung an Schulen der Zukunft von Prof. Dr. Gerald Hüther und Daniel Hunziker

 

Sinn- und WEITERGELEITETE Schulentwicklung

Der Sinn, wozu Schule da ist, ist an vielen Schulen oder individuell bei einzelnen Lehrpersonen und Eltern unbewusst oder zumindest unausgesprochen vorhanden. Er wirkt deswegen aber nicht minder stark, zum Beispiel bei Argumentationen grundlegender Entscheidungen in der Schulentwicklung. Die Sinnbeschreibung kann lauten: »Wir möchten möglichst viele Kindern ans Gymnasium bringen« oder »Wir möchten nirgends anecken und machen deshalb alles so, wie es vorgeschrieben ist, damit wir keine Probleme bekommen« oder »Wir möchten den Kindern unbedingt die Freiheiten geben, die wir selber an der Schule nie hatten und setzen deshalb das Eingehen auf die Individualität der Kinder über alles«. Oft sind es biographisch oder memetisch individuell geprägte Vorstellungen, Werte aber auch Ängste, die bei Lehrpersonen, Schulleitungen und Eltern den Sinn der Schule bestimmen. Entscheidungen an Schulen werden dann aufgrund persönlicher, ideologischer oder biographisch begründeter und meist unreflektierter Wertehaltungen gefällt. Sinnvoll ist es, wenn Zielset- zungen stattdessen durch gesellschaftsrelevante Zusammenhänge, Erkenntnisse der Zukunftsforschung, dem Wissen über die Entwicklung von Berufsfeldern in den kommenden Jahrzehnten, durch lernpsychologisches, neurobiologisches und entwicklungspsychologisches Grundlagenwissen fundiert begründet wäre. Die Suche nach diesem übergeordneten, überindividuellen Sinn der Schule muss die Arbeit der jeweiligen Schulgemeinschaft sein, am besten mit allen Betroffenen zusammen, die dadurch zu Beteiligten werden.

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Sinn- und wertegeleitete Schulentwicklun
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Schule 2.0: Umgestaltung unseres Schulsystems

Die Zukunft unseres Landes wird von den Kindern und Jugendlichen gestaltet, die heute heranwachsen. In unseren Schulen sollen diese jungen Menschen deshalb zu mündigen Bürgern mit größtmöglicher Partizipa-tions- und Gestaltungskompetenz herausgebildet werden. Wir beobachten mit großer Sorge, dass unser gegenwärtiges Schulsystem diesem sogar gesetzlich verankerten Kernauftrag nicht gerecht wird...

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Auf dem Weg zu einer anderen Schulkultur: Die Bedeutung von Geist und Haltung aus neurobiologischer Sicht

Von Albert Schweitzer stammt der bemerkenswerte Hinweis, das Heil der Welt liege nicht in neuen Maßnahmen, sondern in einer anderen Gesinnung...

...Das Einzige, was geeignet wäre, Haltungen zu verändern, ist genau das, was wir in unserer vom Machbarkeitswahn und von Effizienzdenken geprägten Welt am wenigsten beherrschen: andere Menschen einzuladen, zu inspirieren, sie zu ermutigen, noch einmal eine neue Erfahrung zu machen.

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Wertebildung – Ergebnisse der Hirnforschung und Konsequenzen für eine erfolgreiche Erziehung

Unsere Kinder müssen, damit sie erfolgreich die Zukunft unseres Landes gestalten können, nicht allein über Wissen verfügen, das jederzeit verfügbar gemacht und abgerufen werden kann, sondern über die richtige Bildung - und das meint insbesondere die gesunde Wertebildung. Wichtig ist die Fähigkeit, sich das vorhandene Wissen nutzbar zu machen, es zu werten, zu verstehen, anzuwenden und dadurch wieder neues Wissen hervorzubringen. 

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