Lernwerkstatt im Wasserschloss

Portrait

»Das Leben selbst in die Hand nehmen«

 

Die Lernwerkstatt Pottenbrunn ist eine Privatschule mit Öffentlichkeitsrecht, die 1990 als Elternintiative entstand. In unserem Zentrum steht das Vorbereiten, die Bewahrung und die Weiterentwicklung einer Umgebung, in der Kinder und Jugendliche ihre echten Entwicklungsbedürfnissen erspüren und diesen aktiv und selbstbestimmt nachgehen können.

Die Umgebung ist möglichst entspannt und frei von aktiven Gefahren. In ihrer Begleitung achten die LernbegleiterInnen darauf, den SchülerInnen in liebe- und respektvoller Weise zu begegnen, mit größtmöglicher Achtung auf ihren individuellen Entwicklungsplan.

 

Die Lernwerkstatt versteht sich als Ort, an dem der Selbstwerdungsprozess des Kindes auf physischer, emotionaler, sozialer kognitiver und spiritueller Ebene geschützt und gefördert wird. Die rein kognitiven Entwicklungsbereiche des Pflichtschullehrplanes sind nur ein Teil der vielfältigen Arten des Lernens.

Wir wollen den Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ein tragfähiges Selbstwertgefühl zu bewahren, bzw. zu entwickeln, ihr Leben kreativ, selbstbestimmt und verantwortungsbewusst in die Hand zu nehmen, lösungsorientiert und eigeninitiativ zu handeln, Verständnisstrukturen aufzubauen, ihre eigenen Fähigkeiten real einzuschätzen, Konflikte konstruktiv zu bewältigen, kooperationsbereit zu handeln und allem Leben mit Achtung und Ehrfurcht zu begegnen.

 

 

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Schülerinnen, Eltern und Lehrpersonen über die Lernwerkstatt

"Lernwerkstatt ist für mich keine Schule, sondern eine Art (= Kunst) zu leben. Ich bin jetzt seit 3 Jahren „draußen in der freien Wildbahn“ und hab alle möglichen und unmöglichen Ausbildungen, Praktikas, Kurse, Selbststudien und Projekte durchgezogen, in dieser Zeit. Jetzt gerade hat es mich ans Mozarteum Salzburg verschlagen – zum Bühnengestaltung studieren –ohne Matura.

Aber eigentlich hat sich nicht viel verändert. Ich tue worauf ich Lust habe, lerne unaufhörlich und genieße die Möglichkeiten, die mir das Leben dazu bietet.

Und versuche etwas weiterzugeben, von dem großen Schatz, den ich geschenkt bekam: Dem ganz tiefen Vertrauen, dass alles, was wir brauchen in uns drin ist, und wir alle Wunder sind."

MIRJAM, 18

 

"Kranksein, das war das schlimmste für mich. Dass ich mal zwei Tage nicht in die Schule kann. Noch in der Nacht beim Fiebermessen habe ich meine Mutter angefleht, dass es morgen früh wieder weg sein soll, das Fieber."

"Im letzten Jahr der Lernwerkstatt haben wir so viel geredet und diskutiert. So viel habe ich die ganzen letzten vier Jahre zusammen nimmer geredet."

"Die Kinder fühlen sich in der Lernwerkstatt wohl und entwickeln sich nach ihrem eigenen Plan. Lernen – das tun hauptsächlich die Eltern."

"Bei meiner ersten Mathe-Schularbeit im Abendgymnasium habe ich so gezittert, dass ich kaum den Kuli halten konnte. Darauf habe ich einen Dreier bekommen und seither läuft es. Ich mache jetzt die Matura. Vor allem deshalb, weil es für meinen Berufswunsch: die Arbeit mit Kindern, wichtig ist."

VALERIE, 20

 

"Ich weiß noch wie überrascht ich war, als ich in die HAK gewechselt habe: Es war so laut in der Klasse, dass ich die Lehrer nicht verstanden habe. Aber außer mich hat das scheinbar niemand gestört. Gelernt wurde ausschließlich für die Prüfungen. Das war ein richtiger Kulturschock für mich."

AXEL, 20

 

"Lesen und Schreiben habe ich vor allem deshalb gelernt weil ich gesehen habe, was die anderen damit anfangen können und wie cool das ist. Das ging dann ganz schnell."

AGNES, 17

 

"Ich fahre immer mal wieder gerne mit, um meine jüngeren Geschwister von der Schule abzuholen. Ich habe dann oft die glücklichsten Minuten des Tages. Weil es einfach schön ist zu beobachten, wie sie da so strahlend rauslaufen."

ANNA, 19

 

 

Dokumente

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Gästebuch der Lernwerkstatt im Wasserschloss

Kommentare: 3

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  • #3

    Bernhard (Montag, 13 Januar 2014 15:40)

    Mein Sohn besucht nun seit gut 3 Jahren die Lernwerkstatt und obwohl ich die pädagogischen Ideale unterstütze, merke ich dass mein sohn beim freiwilligen lernen(kulturtechniken nennt sich das) mehr struktur bräuchte...das lernen der kulturtechniken findet hauptsächlich bei mir statt,der anreiz in der schule zu rechnen o zu schreiben dürfte trotz dem tollen lernwerkzeug bei meinem sohn gering sein...Schule als aufenthaltsraum mit supa angeboten, das was später gebraucht wird,wird dann mit 12 schön laaangsam begonnen; ich wünschte ich wär so überzeugt wie andere eltern,ich tu mir nur schwer(mit illusionen)

  • #2

    Ingrid (Mittwoch, 29 Mai 2013 09:12)

    Mein Sohn ist seit einem Jahr in der Lernwerkstatt und ich bin sehr froh, diese Schule für ihn (uns) ausgewählt zu haben. Die LWS ist für mich ein großes System des achtsamen und respektvollen Miteinanders, in das auch wir Erwachsenen stark eingebunden sind. Es ist ein gutes Gefühl zu sehen, wie sehr den Begleitern jedes Kind am Herzen liegt und empfinde es als große Bereicherung, in den Schulaltag meines Sohnes eingebunden zu sein.
    Im Moment beobachte ich gerade, wie eines der Kinder sich auf das "Leben nach der Schule" mit großem Selbstvertrauen und mit Freude vorbereitet. Es hatte das Glück, sich in den vergangenen Jahren durch die freie Tätigkeit in der Schule seiner Stärken und Interessen bewusst zu werden, und basierend darauf, seine Berufswahl zu treffen.

  • #1

    Alice (Donnerstag, 11 April 2013 14:32)

    In der Lernwerkstatt wird Individualität gelebt. Wir sind nicht alle gleich und deshalb haben wir auch das Recht unsere eigenen Interessen und unseren eigenen inneren Lehrplan zu verfolgen.
    Das Tolle ist jedes Kind darf lebendig, lebhaft bleiben. Wenn mich heute jemand nach meinen Lieblingsschulfächern fragt bin ich stolz sagen zu können: Konfliktmanagement und gewaltfreie Kommunikation...gibt´s halt an Schulen der Zukunft;)